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12.-13.06.2015 - 50. Vättern Rundan/Schweden


Foto: sportograf.com

 

Wenn es in Schweden langsam Mittsommer wird, versammeln sich tausende Radsportbegeisterte am Vätternsee, um mit großer Volksfeststimmung eine der bekanntesten Radrundfahrten zu veranstalten. In diesem Jahr war das 50. Jubiläum und ich war mit dabei. Mit mir ein paar Freunde und ca. 20.000 weitere Teilnehmer.

Nach der 11-stündigen Anreise zwei Tage vorher hatten wir Zeit, uns auszuruhen und eine kleine Teilstrecke vorher abzufahren.

Im 2-Minuten Takt wurden die Starter in Gruppen von ca. 70 Fahrern seit dem Nachmittag auf die Strecke geschickt, und es sollte so noch bis Samstagmorgen weiter gehen. Freitagnacht um 23.30 Uhr ging es dann für uns los.

Die ersten drei Stunden fuhr ich mit meinen drei Begleitern im Dunklen. Eine echte, nutzbare Windschattengruppe war nicht zu bekommen. So teilte ich mir meistens die Arbeit mit Bernhard (vom TCB). Entlang der Landstraßen und in den Dörfern hatten viele Schweden Gartenpartys und feuerten uns an. Immer wieder waren am Straßenrand Feuerschalen aufgestellt. Eine ruhige und schöne Stimmung.

Nach 100 Kilometern in Jönköping machten wir die erste Pause. Hier sollte es neben der sporttypischen Verpflegung auch Köttbullar geben… lecker! Da wir an der Südspitze angekommen waren und nun Richtung Norden fuhren, hatten wir ab jetzt leichten Rückenwind und konnten einen unglaublichen Sonnenaufgang genießen. Immer wieder wurden wir von Passanten mit „Heja!“ angefeuert. Ab jetzt ergab sich hin und wieder eine gute Gruppe zum Fahren.

Nach 200 Kilometern dann der nächste Stopp. Auch nur kurz etwas essen, trinken und weiter. Weil ich schon vor ein paar Jahren 300 Kilometer gefahren bin, war der heimliche Plan, nach dem Rennen noch ein bisschen was drauf zu legen. Aber wieviel? 30, 50 Kilometer oder geht noch mehr? Eine 4 vorne wäre der Hammer, aber ist das realistisch?

Als wir etwa 280 Kilometer rum hatten und ich schon eine ganze Weile vorne gefahren bin, fühlte ich mich immer noch fit. Wir fuhren deutlich auf eine Ziel-Zeit unter 10 Stunden und wären vor 10 Uhr morgens da. Also ein ganzer Tag, um noch ein bisschen Spaß auf dem Rad zu haben… Ein Gedanke, der mir sehr gefiel.

Als wir wieder in Motala – dem Start und Ziel - ankamen und auf die Uferpromenade, den dortigen Zielkanal einbogen, empfingen uns hunderte Zuschauer! Es war ein unbeschreibliches Gefühl. Wir feierten die Tour, das Ankommen und dieses schöne Erlebnis ausgiebig. Dann hab ich mich von meinen Begleitern verabschiedet und bin noch einmal angetreten, eine Runde durch das Inland ab vom See zu drehen…

Der Tag fing ja eigentlich erst an. Es war keine Wolke am Himmel, und es waren schnell über 20 Grad. Ich fuhr vorbei an ein paar Seen zu einer Treppenschleuse am Göta Kanal. Auf dem Rückweg merkte ich dann doch die vielen Kilometer und den nun stärkeren Wind von vorn. Die letzten Kilometer waren dann doch die härteren, und ich war froh, als ich bei unserem Ferienhaus ankam.

Aber der Pan ist aufgegangen!!! Nach über 13 Stunden im Sattel konnte ich auf meinem Tacho eine 400 lesen. Und was kommt als nächstes? Die Frage ist sehr einfach zu beantworten. Eine ordentliche Grillwurst und ein guter Rotwein, um dieses Erlebnis zu feiern! (Florian)

 

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